Sonne, Wind und Meer

Dieser sonnige Samstag brachte auch in Ouddorp einen Hitzerekord. Auf dem Campingplatz im Schatten einer Buchenhecke ließ es sich aber aushalten.IMG-20160827-WA0004

Am Abend bin ich noch einmal mit dem Fahrrad in die Dünen gefahren. Auf dem Dünenradweg waren die Strandurlauber zu ihren abseits geparkten Fahrzeugen unterwegs. Nicht selten mit Handkarren, auf denen Windschutz und Campingstühle heimtransportiert wurden. Abseits der Strandwege war es in den Dünen still es duftete nach Blumen, Wiesen und Kräutern. Auf den Lippen war ein leichter Salzgeschmack zu spüren. An interessanten Punkten gab es Ruhebänke und Hinweistafeln auf die Tier- und Pflanzenwelt in den Dünen. mg_6311.jpgDen Sonnenuntergang erlebte ich in der Nähe des Leuchtturms. In einem Restaurant mit freiem Blick auf das Meer waren alle Tische besetzt, um als Dessert zum Abendmahl den Sonnenuntergang zu genießen. Am heutigen Tag ein voller Genuss.

Ein Blick am Abend auf die Wetterkarte kündigte für Sonntagmorgen ein Gewitter mit Starkregen an. Pünktlich um sieben Uhr in der Frühe ging es los. Genauso wie vorhergesagt war nach zwei Stunden Schluss und die Sonne kam zögerlich heraus. Gleichzeitig wurde es windig mit Windböen.img_2968.jpg

Nach dem Frühstück ging es mit dem Fahrrad auf Erkundungsfahrt in Richtung Ouddorp. Ein schönes Örtchen mit einem typisch holländischen Stadtzentrum rund um das Rathuis. Es war zu früh, denn außer Kirchgängern war niemand im Stadtzentrum. Also weiter in Richtung Jachthafen. Dort waren viele Segelyachten die für einen Segeltörn klargemacht wurden. Durch den starken Wind erklangen Töne an den Seilen und Aufbauten der Schiffe.mg_6347.jpg Weiter ging es zu den Westdünen, grasbewachsene Erdhügel mit stählernen Sendemasten. Mast an Mast reihte sich aneinander, in unterschiedlicher Bauweise. Eine Erklärung, wofür diese Masten hier so massiert installiert wurden, habe ich nicht. Vielleicht für den EUROPORT in Rotterdam. Vorbei an wunderschönen Ferienhäusern und Bungalowanlagen schlug ich einen Bogen zurück zum Campingplatz.

Diese Pause war nötig weil das Radfahren bei Gegenwind ganz schön anstrengend ist. Am Nachmittag wieder rauf aufs Rad und am Leuchtturm vorbei in Richtung De Punt, den westlichen Zipfel der „Insel“. Dort gibt es ein Straßenbahn Museum, leider geschlossen. Also weiter zum Windsurfer Paradies Grevelinger Meer. Das Grevelinger Meer ist ein Binnensee der künstlich durch die Abtrennung von der Nordsee  entstanden ist. Hier wehen die Winde konstant und die Anzahl der Windsurfer auf dem Wasser zeigte die Beliebtheit in der Surfer Szene. Am Vormittag waren mir schon die vielen Wohnmobile mit den Surfbrettern aufgefallen. Hier standen sie nun alle nebeneinander am Ufer. Es ist schon ein toller Anblick, wie die Windsurfer über das Wasser flitzen.mg_6399.jpg mg_6408.jpgNebenan wurde eine Ferienhaussiedlung für gutbetuchte Herrschaften gebaut. Alle erhöht auf einem Sandhügel mit garantiertem Meerblick. Sehr schick, aber für mich nichts, ich fahre ja Reisemobil.

Das Glück war mir hold, oben auf der Düne des Grevelinger Meer blies der Wind direkt von hinten und ich kam gut Richtung Campingplatz voran.

Hier sitze ich nun in der Abendsonne, der Wind bläst immer noch und ziehe Bilanz des Tages in Ouddorp.

Fortsetzung folgt.

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