Die Plästerlegge

Im Winter 2015 waren Andreas, Uli und ich mit Lissy im Sauerland. Unser Ziel war der höchste Wasserfall Nordrhein-Westfalens. Gerade an diesem Wochenende hatte es stark geschneit und so konnten wir durch tiefen Neuschnee laufen. Der Weg vom Parkplatz führt etwa eine halbe Stunde durch den Wald. Die Plästerlegge ist kein gewaltiges Naturschauspiel, hat aber durchaus ihren Reiz. Wer die Niagarafälle vor Augen hat, wenn er von einem Wasserfall spricht, wird schmunzeln, steht er dann vor der Plästerlegge. Es lohnt sich aber auf jeden Fall einmal dort hin zu wandern.

Das sagt Andreas dazu: „Ich finde die Plästerlegge schon imposant. Es war ein uriges Gefühl, durch den tiefen Schnee in einem ansonsten wie in Watte gehüllten, stillen Wald zu stapfen. Und dann hört man das Rauschen des Wassers, lange bevor man den Wasserfall zu sehen bekommt. Im Winter bei Minustemperaturen führt der Fall nicht viel Wasser, dafür wirkt alles wie erstarrt – das zu Eis gefrorene Wasser bildet Formen, die manchmal der Schwerkraft zu trotzen scheinen. Das Beeindruckendste aber ist diese winterliche Stille, ungebrochen von Tieren oder Menschen, die dem Ort etwas Magisches verleiht. Nur im Wasser selbst grünt es – Moose trotzen der Kälte, Farbtupfer inmitten der felsig-eisigen Trostlosigkeit. Besucht die Plästerlegge im tiefen Winter, dann entfaltet sie ihren ganzen Zauber!“

„Die Plästerlegge ist der höchste natürliche Wasserfall des Sauerlandes und Nordrhein-Westfalens. Er befindet sich östlich des Bestwiger Ortsteils Wasserfall im nördlichen Rothaargebirge, das dem Rheinischen Schiefergebirge zugerechnet wird. Der steile Talkessel mit dem Wasserfall gehört zum 13,7 ha großen Naturschutzgebiet Plästerlegge – Auf’m Kipp. Der Name Plästerlegge ist eine Dialektbildung des Sauerländer Platt und bedeutet in etwa „regnender Schieferfels“, zusammengesetzt aus den Begriffen plästern („prasselnd, wolkenbruchartig regnen“) und Legge („schiefriger Fels“).       (Quelle: Wikipedia)

 

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  1. Ich finde die Plästerlegge schon imposant. Es war ein uriges Gefühl, durch den tiefen Schnee in einem ansonsten wie in Watte gehüllten, stillen Wald zu stapfen. Und dann hört man das Rauschen des Wassers, lange bevor man den Wasserfall zu sehen bekommt. Im Winter bei Minustemperaturen führt der Fall nicht viel Wasser, dafür wirkt alles wie erstarrt – das zu Eis gefrorene Wasser bildet Formen, die manchmal der Schwerkraft zu trotzen scheinen. Das Beeindruckendste aber ist diese winterliche Stille, ungebrochen von Tieren oder Menschen, die dem Ort etwas Magisches verleihen. Nur im Wasser selbst grünt es – Moose trotzen der Kälte, Farbtupfer inmitten der felsig-eisigen Trostlosigkeit. Besucht die Plästerlegge im tiefen Winter, dann entfaltet sie ihren ganzen Zauber!

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