Gina

Wir haben Zuwachs bekommen! Er war nicht ganz geplant, aber ist das nicht oft so im Leben: „Erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.“

Und so lebt nun Gina bei uns. Sie ist aus dem Tierheim. Gina ist eine zweieinhalb Jahre alte Labrador-Bordercollie-Münsterländer-Mix Hündin. Ich sah sie auf Facebook, wie zuvor schon einige andere Hunde, die zu vermitteln waren. Hier war es jedoch so, dass mich ihr Bild nicht mehr losgelassen hat. Wie magisch zog es mich zum Tierheim. Ich bin einige Male mit ihr spazierengegangen, wir hatten sie zur Pflege ein paar Tage bei uns…ja, und dann konnte ich sie nicht mehr abgeben. Sie ist eine so tolle Hündin und hat sich so prima in unser Leben eingefügt, als wäre sie schon immer da gewesen.

Andreas schreibt dazu:

„Ich kann da nur beipflichten. Ich kriege die Beschreibungen der Vorbesitzerin von einem bissigen, aggressiven Hund einfach nicht überein mit dem kuschelig entspannten Fellbündel, das gerade auf meinem Bett liegt und wohlig vor sich hin schnarcht. Ehrlich gesagt war ich sehr skeptisch am Anfang, aber eher darüber, ob wir wirklich einen zweiten Hund brauchen. Der macht Arbeit, kostet Zeit, frisst einem die Haare vom Kopp und so weiter. Ich habe daher versucht, die Sache emotional nicht so an mich ran zu lassen, für den Fall das Gina zurück ins Tierheim geht. Aber inzwischen stellt sich die Frage nicht mehr. Gina tut so, als sei sie schon immer Teil der Familie. Und sie hat auch mein Herz im Sturm erobert.“

Nachtrag von Andreas am 26. April 2016: „Ich glaube wir haben gar keinen Hund aus dem Tierheim geholt. Zunächst habe ich mich nur über die merkwürdigen Laute gewundert, die dieses Wesen zu äußern imstande ist. Ein bisschen klang es immer, als wollte es etwas sagen, hatte aber eine Wolldecke im Hals stecken. Ich wusste: So etwas hatte ich schon einmal gehört, und heute fiel es mir wie Schuppen aus den Haaren: Gina ist kein Hund – jedenfalls kein irdischer, sondern das Äquivalent eines Hundes vom Planeten Kashyyyk! Und was ich da hörte, waren tatsächlich Worte, leider in Shyriiwook, einer Lautsprache, die sich aus Brummen, Knurren, Schnaufen, Grunzen, Heulen und Brülllauten zusammensetzt und die ich nicht im mindesten verstehe. Ich habe mich immer gefragt wie Han Solo das bei Chewbaka hinbekommen hat. Ja, unsere Gina ist in Wirklichkeit die Wookie-Version eines Hundes, was auch ihr zottiges Fell und ihre schlaksigen Glieder erklärt. Was mich natürlich nun umtreibt ist die Frage: Wie kam sie auf die Erde? Und hat es etwas zu bedeuten, das sie nun bei uns lebt? Wird das Imperium zurückschlagen? Wohl an! Wir sind bereit, und die Macht ist mit uns!

Nachtrag von Andreas am 21. Oktober 2016: „Nun wohnt unser Aushilfs-Wookie Gina schon ein halbes Jahr bei uns. Viel ruhiger und selbstbewusster ist sie seitdem geworden, mit ausgeprägtem Kuschelbedürfnis, aber auch durchaus mit Flausen im Kopf. Nun, auch Tiere haben Charakter, und wir wollen sie nicht verbiegen oder brechen, sondern annehmen als das Individuum, das sie ist. Zwei aktuelle Fotos zeigen besser als tausend Worte, was unsere Gina ausmacht – einmal als Kopfkissen für unsere Lissy, einmal am Steuer unseres Nugget, wo man ihr förmlich ansieht wie sie zu enträtseln versucht, wie das Ding wohl funktioniert.

Wie gut sich unsere beiden so verschiedenen Hundedamen inzwischen verstehen, kann man hier sehr schön sehen.

Wie gut sich unsere beiden so verschiedenen Hundedamen inzwischen verstehen, kann man hier sehr schön sehen.

Wenn Gina mal im Nugget warten muss, bis wir vom Einkauf zurückkehren, sitzt sie gerne auf dem Fahrersitz - so wie Herrchen oder Frauchen immer.

Wenn Gina mal im Nugget warten muss, bis wir vom Einkauf zurückkehren, sitzt sie gerne auf dem Fahrersitz – so wie Herrchen oder Frauchen immer.

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