Hornillas, Castrojeriz und wieder Burgos

Natürlich habe ich noch ganz viel zu berichten von dem, was in der Zwischenzeit passiert ist!
Die letzte Station in der ich geschrieben habe war Hornillos.
Werner ist mit Kurt weiter gegangen. Ich durfte aufgrund meiner kaputten Füße noch eine Nacht länger bleiben.
Werner und Kurt sind bis Castrojeriz gelaufen. Dort haben sie auf einem Campingplatz ein kleines Blockhäuschen mit 4 Betten nur für sich gehabt. Weil es dort recht schön war bin ich mit dem Taxi hinterhergefahren und wir sind alle gemeinsam nocheine Nacht dort geblieben. Es war ein wunderschöner Tag mit vielen, langen und tiefen Gesprächen.  Dabei saßen wir auf der Terasse unseres kleinen Häuschens.

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Natürlich haben wir uns auch die Stadt, okay, Städtchen angesehen. Ein Bummel hierdurch ist jedoch schnell vorbei. Ist es doch so herrlich klein. Aber einen Arzt hatten sie dort! Und tolle kleine Geschäfte. Eins hatte alles, was das Pilgerherz begehrt.

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Allerdings war Hornillos viel kleiner. Eigentlich bestand das nur aus einer Straße.  Rein in den Ort und schon war man am anderen Ende 😀
Als wir so auf unserer Terrasse saßen hielt plötzlich ein Bulli in Sichtweite. Das waren Patrick und Anne aus Münster auf der Durchreise nach Portugal. Kurt versuchte noch mit all seinen Redekünsten sie zu überreden uns ein Stückchen mitzunehmen. Aber irgendwie lag unser Weg dann zu weit ab von ihrem Weg. Nichtsdestotrotz haben wir abends noch gemeinsam zusammen gesessen.  Ich bekam derweil von dem netten Seniorchef des Platzes Eiswasser und Creme für meine Füße.  Am nächsten Tag hat er sogar Werner und mich zurück nach Burgos gebracht. Weiterlaufen konnte ich nämlich nicht mehr.
In Burgos bin ich dann zum Hospital. Dort wurde ich eingehend untersucht. Zum Glück war alles okay und ich sollte nur weiter ruhen. So sind wir wieder zum Ausgangspunkt zurück…nach Burgos auf den Campingplatz!  Und welch eine Freude!  Der Josef war noch da! Erinnert ihr euch?
Er musste noch auf Ersatzteile für sein Fahrrad warten.  Seine Unterkunft sah aus wie eine Werkstatt! Seit drei Monaten ist er mit dem Radl unterwegs. In Kärnten ist er gestartet.

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Hier haben wir ein wenig Ruhe. Und der Werner zeichnet sein erstes Bild! Ich bin völlig fasziniert von dem, was dieser Mann mit Stift und Papier anstellen kann!

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Bevor es dann weiter auf Reisen geht, mache ich für heute erstmal Schluß!  Es gibt soviel zu erzählen,  aber nun muss ich schlafen! Übrigens in einem Hotelzimmer in Santiago! Herrlich!
Ich zeig euch aber noch ein paar Fotos.

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Und nun…Gute Nacht 😉

Kategorie Mein Jakobsweg
Autor

Fotografieren und Reisen, das sind meine Leidenschaften. Ständig neue Pläne im Kopf, jeden Tag neue Träume, eine unermüdliche Lust am Leben und Hummeln im Hintern…das bin ich.

2 Kommentare

  1. Andreas Tietz

    Man sollte vielleicht erwähnen, dass die Attribute „kaputt“ und „lädiert“ sehr euphemistisch umschreiben, was mit deinen Füßen wirklich los war. Wegen ein paar Blasen vom Laufen sucht niemand ein Krankenhaus auf… 😉 Aber ob zu Fuß gehen oder nicht – es zählen allein die Erfahrungen und Erlebnisse, die du machst. Sie werden dich dein Leben lang begleiten. Deswegen finde ich es gut das du nicht einfach nach Hause gefahren bist, als es dir so schlecht ging. Auch wenn ich dich natürlich vermisse!

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