Rückkehr zu den Wurzeln der Urlaubsgestaltung

Zuerst einmal recht herzlichen Dank an Heike, dass ich auf Ihrem Blog meine Gedanken und Erfahrungen auf meiner ersten Reise mit einem Reisemobil und dazu zum ersten Mal ganz alleine unterwegs, veröffentlichen darf.

Als Mitglied einer kinderreichen Familie, so nannte man uns damals, waren unsere Sommerurlaube auf Zelten in Barendorf, an der Sorpe und später an der Nordsee beschränkt. Den Süden kannten wir sieben Kinder nur von den Erzählungen der Klassenkameraden. Aber so richtig vermisst haben wir den Süden nicht. Wir konnten von Bootstouren auf der Sorpe und von Sturm mit Orkanstärke, bei dem die Zelte davon flogen, berichten.

Und nun mit 61 Jahren bin ich wieder zurück auf den Weg zum Campingurlaub. Nicht wie in alten Zeiten mit Zelt, Luftmatratze und Spirituskocher, sondern altersgerecht mit einem Reisemobil.

Inspiriert von Heikes Reisebeschreibungen ihres Bretagne Urlaubes hatte ich mich mit Reisemobilen beschäftigt und habe den Gedanken schließlich in die Tat umgesetzt. Ich habe mir ein Reisemobil gemietet, ein kleines für zwei Personen, also groß genug für mich! Das war schnell erledigt, dank Internet. Gebucht für 9 Tage, länger war das Fahrzeug nicht frei.

Doch nun kam die Frage: Wohin soll die Reise gehen? Spontan wollte ich Heike nacheifern und in die Bretagne düsen, aber dann setzte der Verstand ein. 1400 km alleine fahren, zwei Tage hin, zwei Tage zurück  – zu viel Stress.

Also klassisch – Deutschlands Osten Zingst, Rügen Ostseeküste?

Und nun – sitze ich auf dem Campingplatz in Ouddorp in den Niederlanden. Holland, warum Holland? Die Anreise ist kurz und problemlos. Wer kennt Camping besser als die Holländer! Und die Provinz Zeeland bietet schöne Strände, gute Radwege und eine faszinierende Natur.

Das Fahrzeug, einen FIAT DUCATO mit KARMANN Aufbau konnte ich am Freitag 26.08.2016 um 15 Uhr in Düsseldorf übernehmen. Zurück durch den Berufsverkehr nach Iserlohn und alles nötige einladen. Anstatt zur Ausstellungseröffnung in der Galerie Iserlohn zu gehen, ging es Richtung Holland, mit dem Ziel Ouddorp. Dort hatte ich einen Drive-Inn Reisemobilplatz ausgemacht. Als Reisemobil-Novize war ich ganz schön aufgeregt.

Und dann, habe ich den Platz nicht gefunden! Zwei Mal dran vorbei gefahren und dann an dem angrenzenden Campingplatz vorgefahren. Dort standen zwei Reisemobile und wollten dort einfahren. Der Drive-Inn Platz war voll! Ich hatte Glück und habe einen Stellplatz für die erste Nacht im Reisemobil bekommen. Nun war Zeit sich mit der Technik zu beschäftigen. Später im Bett ärgerte ich mich über eine Laterne, deren Licht die ganze Nacht durch das Fenster in mein Gesicht schien. Am nächsten Morgen habe ich herausgefunden, wie man das Fenster verdunkelt.

Der erste Tag auf dem Campingplatz und gleich ein Umzug auf einen anderen Stellplatz. Dieser Umzug hat sich gelohnt. Der Platz liegt in Dünennähe und ist mit Hecken abgegrenzt. Einfach schön!IMG-20160827-WA0007

Der erste Strandbesuch um die Mittagszeit. Ein breiter weißer Sandstrand mit wenigen Besuchern, die Hauptferienzeit ist ja vorbei. Die Decke ausgebreitet und zwei Stunden im warmen Sand gesonnt, so fängt der Urlaub gut an.

Fortsetzung folgt…

Kategorie Gastautoren
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Fotografieren und Reisen, das sind meine Leidenschaften. Ständig neue Pläne im Kopf, jeden Tag neue Träume, eine unermüdliche Lust am Leben und Hummeln im Hintern…das bin ich.

1 Kommentare

  1. Hans Joachim

    Hallo Jörg,

    ich habe deinen Beitrag auf Heikes Seite gefunden und war begeistert wie interessant du deinen ersten Reisebericht verfasst hast. Es ist dir gelungen Heike nachzueifern.
    Gut gemacht!

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