Tücken der Technik

Der dritte Tag beginnt wenig verheißungsvoll, mit wolkenverhangenem Himmel und Regenschauern. Also noch einmal umgedreht und unter der Bettdecke auf Wetterbesserung gewartet. Stück für Stück brach die Sonne durch die Wolkendecke, also wurde das Wohnmobil startklar gemacht.

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Nobel wie dieses Fahrzeug ausgestattet ist, sollte es eine Warmwasseranlage, für Weicheier – wie Heike meint, haben. Doch die funktionierte nicht. Ein Anruf beim Vermieter brachte auch keine Lösung. Schließlich habe ich es herausgefunden. Die Gasflasche voll aufgedreht, die Anlage auf Null gestellt und neu gestartet. Nun bollerte das Öfchen und das Autoradio funktioniert auch wieder. Bedienpanel ab und Restknopf gedrückt, nun kann ich Nederlandse Radio hören.
Ich finde immer mehr Geschmack am Camperleben. Basteln und tüfteln, das ist meine Welt.
Nun ging es auf die Nachbarinsel, Richtung Renesse. Kurz hinter dem Brouwersdamm, der das Grevelinger Meer von der Nordsee abtrennt stellte ich das Wohnmobil ab und stieg auf das Fahrrad.

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Unterhalb des Brouwersdamm sind die Kitesurfer aktiv. Wohnmobil an Wohnmobil reiht sich dort auf, am Strand laufen Menschen in Neoprenanzügen herum und das Meer ist voller bunter Kite-Segel. Der Brouwersdamm lässt Salzwasser in das Grevelinger Meer, damit dort die Flora und Fauna ihr See Klima bekommt.

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Der Strand von Noordwelle ist bogenförmig und hat ein großes Strandhaus. Unterhalb der Dünen bin ich nach Renesse gefahren. Ein netter kleiner Ort, der ähnlich wie an den deutschen Küsten, voll auf die Urlauber eingestellt ist.

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Nachdem ich Renesse verlassen hatte, bin ich durch eine wunderschöne Landschaft in Richtung West Düne gefahren. Dort war eine kleine Pferdeherde, die frei herum lief und sich von den Radfahrern nicht stören ließen. Kleine Wasserflächen mit Vögeln, Wiesen und leichte Hügel wechselten sich ab.

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Der Strand von Renesse ist groß und breit, wie hier fast überall. In den Dünen verläuft der Radweg wieder Richtung Brouwersdamm, durch eine wunderschöne Landschaft.
Wieder am Wohnmobil wurde erst einmal gegessen. Man hat ja alles dabei, für mich das erste Mal eine Mahlzeit an der Straße. Hat richtig Spaß gemacht. So langsam finde ich in mein Camperleben. Bei der Rückkehr auf den Campingplatz wurden die Aufgaben eines Wohnmobilisten geübt. Schmutzwasser ablassen, Toilette entleeren und Frischwasser auffüllen. Ja, ich weiß nobel geht die Welt zu Grunde, aber wenn das Wohnmobil nun schon diesen Luxus bietet und ich dafür bezahle, warum soll ich ihn nicht nutzen.
Der Abend klingt mit viel Sonnenschein und wenig Wind aus. Morgen ziehe ich weiter. Wohin, das werdet ihr Morgen erfahren.
Fortsetzung folgt.

Kategorie Gastautoren
Autor

Fotografieren und Reisen, das sind meine Leidenschaften. Ständig neue Pläne im Kopf, jeden Tag neue Träume, eine unermüdliche Lust am Leben und Hummeln im Hintern…das bin ich.

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